Das Projekt

» Mich haben die Geschichten sehr berührt. Es hat mich daran erinnert, wie gerne ich auch als Kind Geschichten geschrieben habe und dadurch eine Welt für mich ganz alleine hatte. Eine Welt, in der all die Fremdzuschreibungen keine Rolle gespielt haben. Schreiben kann ganz wunderbare Kräfte freisetzen.
Ich wünsche den kleinen Autor*innen, dass sie immer einen Ort haben werden, an dem sie sie selbst sein können und nie vergessen, dass sie mehr sind, als das, was man ihnen zuschreibt. Nämlich kreativ und wunderbar. «

Aminata Touré

Vizepräsidentin des Landtages SH, Sprecherin für Flucht und Migration, Antirassismus, Frauen und Gleichstellung, Kinder und Jugend, Queerpolitik

Das Projekt

Herbst 2019: Aus einem Deutschkurs für sechs Dritt- und ViertklässlerInnen in der Geflüchtetenunterkunft Zwerchallee, Mainz, wurde ein Kurs für kreatives Schreiben. Mit immer neuen Gegenständen wurden die Kinder hier zum Schreiben von Fantasiegeschichten angeregt, um so einen kreativen Zugang zur deutschen Sprache zu finden. 

Anschließend wurden die Geschichten gemeinsam und von den Kindern selbst korrigiert. Die Motivation dahinter: die Veröffentlichung der Geschichten in einem gemeinsamen Buch. 

Schließlich wurden die Geschichten noch einmal gelesen und zusammen  wurde überlegt, wie ein passendes Bild zu jeder Geschichte aussehen könnte. Die entstandenen Skizzen dienten als Vorlage für die Illustrationen.

Letztendlich tragen die Kinder ihre Geschichten bei einer Lesung vor. Das gesamte Projekt bietet also nicht nur einen kreativen Zugang zur Sprache, indem fantasievoll mit Wörtern gespielt wird, es fördert zudem auch die Lesekompetenz, Rechtschreibung, Wortschatz, Grammatik, Schriftbild und Textverständnis. Wichtig ist auch die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Teamfähigkeit der Kinder. Alle zusammen arbeiteten ein Jahr lang gemeinsam auf ein konkretes Ziel hin.